Gemeinsam Lernen unter einem D-A-CH. Innovation in der Gesundheitsversorgung interprofessionell!

Entwickelt als interprofessionelles Team ein innovatives Gesundheitsförderungskonzept für und mit Menschen mit Beeinträchtigungen. Diskutiert auf Basis des bio-psycho-sozialen ICF-Modells über Gesundheits- und Sozialsysteme im deutschsprachigen Raum.

Details

Course Content

Studierende aus dem D-A-CH-Raum entwickeln interprofessionell ein innovatives Gesundheitskonzept für eine Person mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Anliegen an eine gesundheitsfördernde Lebensweise. Sie identifizieren Akteure in der Primärversorgung und reflektieren deren Interaktion mit Patient:innen. Sie analysieren Potenziale sozialer und gesundheitlicher Innovationen im österreichischen und internationalen Gesundheits- und Sozialsystem mit Fokus auf interprofessionelle und telemedizinische Lösungen.

Kollaborative Online-Lehre dient als Zugang, um regionale, personen-zentrierte, interprofessionelle Versorgung zu vermitteln und kulturelle/strukturelle Besonderheiten zu verstehen. Reale Patient:innen sind Teil des Lehrendenteams, um ihre persönliche Zielsetzung und eine umfassende konzeptionelle bio-psycho-soziale Sicht auf Gesundheitsförderung und Krankheitssekundärprävention anhand von ICF-Komponenten zu berücksichtigen.

Der fallbezogene Lernprozess umfasst: Eine Kick-Off-Veranstaltung zum Kennenlernen, Vorbereitungsaufträge zu den Fällen, den Gesundheitssystemen und Sicherstellung von ICF-Grundkenntnissen, sowie online-Arbeit in interprofessionellen, internationalen Kleingruppen, um mittels des Design-Thinking-Prinzips (Diamond-Ansatz) innovative, personenzentrierte Lösungen zu entwickeln, auf nationale Regionen zu übertragen und kritisch zu reflektieren. Für Zusammenarbeit, Vor- und Nachbereitung nutzen die Studierenden die Online-Plattformen Zoom und Miro.

Tutors

Andrea Glässel, Marietta Handgraaf, Ursula Hemetek, Claus Hofmann, Anita Kidritsch und Co-Lehrende Patient:innen

Study Programme

Interprofessionalism in Primary Healthcare

ECTS

1 (Check with your home institution if ECTS can be recognised)

Contact hours

8

Full/partial course

Full course

Prerequisites

4. Semester eines Bachelorstudiums für Gesundheits- oder Designberufe

Date & Time:

22 April 2026 9 May 2026

Venue

Online

Open for
E³UDRES² Students
Online/On-site
Online
Duration
5+ days
Semester
Spring/Summer
Recognition
ECTS
Language
German

Categories:

Further information

Ein Kernelement der Lehrveranstaltung ist die Einbindung realer Patient:innen, die als Co-Lehrende im gesamten Lehrprozess (Vorbereitung, Durchführung und Evaluierung) mit persönlichen Erfahrungen eingebunden sind und für Fragen und Feedback zur Verfügung stehen. Das Lehrbeispiel beginnt mit einer 1,5 bis 2-stündigen Kick-Off-Veranstaltung zum Kennenlernen und Erklärung der Konzepte und Arbeitsaufträge, einschließlich einem ersten Austausch innerhalb der Kleingruppen. Gegebenenfalls ändert sich die Gruppenkonstellation noch leicht. Vorbereitungsaufträge im Eigenstudium: • Fallbeschreibungen auf der Grundlage der ICF (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit) als biopsychosoziales Modell werden zur Verfügung gestellt. • Studium der Gesundheitssysteme in Deutschland, Österreich, Schweiz (Literatur/Video). • Ausgewählte Kapitel des ICF-eLearning-Tools für ICF-Grundkenntnisse. Online-Zusammenarbeit in interprofessionellen, internationalen Kleingruppen nach dem Design-Thinking-Prinzip (Diamond-Ansatz) unter Nutzung digitaler Tools (insb. Zoom, Miro). • In Phase eins (Entdecken und Definieren) geben die Patient:innen tiefergehende Einblicke in ihre Fallbeschreibung. Durch die Anliegen der Patient:innen geleitet fokussieren sich die Studierenden auf bestimmte ICF-Komponenten (auf Aktivitäts- und Partizipationsebene). Sie identifizieren Schnittstellen zwischen den verschiedenen Professionen und den Anliegen der Patient:innen. • In Phase zwei (Entwickeln und Umsetzen) erarbeiten sie personenzentrierte Lösungen (beispielsweise für den Weg zum Supermarkt und das Einkaufen im Geschäft) und eruieren strukturelle, regionale Anpassungen sowie die Finanzierbarkeit der Lösung. Sie reflektieren ihre Lösungen kritisch in der Kleingruppe und mit den Co-Lehrenden. Abschließend bereiten sie das Konzept für die Patient:innen und ihre Reflexion final auf.

  • Studierende aus dem D-A-CH-Raum entwickeln interprofessionell ein innovatives personen-zentriertes Gesundheitskonzept für eine Person mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Anliegen an eine gesundheitsfördernde Lebensweise, um ein möglichst langes unbeschwertes Leben zu Hause zu führen (L6).
  • Sie identifizieren gesundheitssoziale, technische und strukturelle Akteure in der Primärversor-gung. Dabei beziehen sie fall- oder szenario-bezogen Aspekte der Gesundheitsförderung und Prävention auf der Micro-Meso-oder Makroebene der digital inklusiven Gesundheits- und Pflegelandschaft ein und reflektieren deren Interaktion mit dem Netzwerk rund um Nut-zer:innen / Patient:innen (L5).
  • Sie sind in der Lage, Potenziale sozialer und gesundheitlicher Innovationen im österreichischen und internationalen Gesundheits- und Sozialsystem zu identifizieren und Handlungsoptionen für eine sozial inklusive, therapeutische und medizinisch-technische Praxis mit besonderem Fokus auf interprofessionelle und telemedizinische Lösungen für gesellschaftliche Herausfor-derungen zu analysieren (L4).

Konzept und Reflexion (schriftliche Abgabe)

  • World Health Organization. Framework for Action on Interprofessional Education & Collabo-rative Practice. 2010. 
  • World Health Organization. Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit, 2005. 
  • Bothmer J. Was bedeutet der Double Diamond im Design Thinking? [Internet]. Autentity In-forportal; 2020. Verfügbar unter: https://design-thinking.info/faq/was-bedeutet-der-double-diamond-im-design-thinking/
  • Legaré, F., Stacey, D., Pouliot, S., Gauvin, F. P., Desroches, S., Kryworuchko, J., . . . Graham, I. D. (2011). Interprofessionalism and shared decision-making in primary care: a stepwise approach towards a new model. J Interprof Care, 25(1), 18-25. 
  • Bundesministerium für Gesundheit Österreich. (2010). Das österreichische Gesundheitssystem: Zahlen-Daten-Fakten. Bundesministerium für Gesundheit.

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